Erntedank- und Heimatfest
Bad Sooden-Allendorf

Platzordnung und Hinweise

1. STANDFLACHEN Die Einteilung und Vergabe sämtlicher Standplätze und Flächen auf dem Festplatz behält sich der Festausschuss vor. Dies gilt auch für Flächen, die sich hinter Fahr- und Verkaufsgeschäften befinden. Die Zuweisung der Flächen erfolgt durch einen Beauftragten. Seinen Anordnungen ist Folge zu leisten. Die Inanspruchnahme von Flächen ohne Zustimmung des Festausschusses ist unzulässig. Der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf kann die sofortige Freimachung verlangen und ggf. eine Ersatzvornahme auf Kosten des Schaustellers anordnen.
2. BODENBESCHAFFENHEIT Die Plätze werden im derzeitigen Zustand überlassen. Hinsichtlich der Bodenbeschaffenheit lehnt der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf jegliche Haftung ab. Der Festplatz hat Gefälle.
3. AUF- UND ABBAU den Festplatz umgibt eine Reihe von Bäumen, die beim Aufbau der Geschäfte nicht beschädigt werden dürfen, insbesondere ist das Herausschneiden von Ästen und Zweigen nicht gestattet.
Anker dürfen nur mit Zustimmung der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf eingeschlagen werden. Das Parken im „Tanzkreis" innerhalb des Baumrondells ist nicht gestattet (Das Schmücken des Festplatzes muss gewährleistet sein).
Der Schausteller hat dafür Sorge zu tragen, dass die beabsichtigte Nutzung zum vertraglich genannten Zeitpunkt beendet ist und die beanspruchten Flächen abgeräumt sind. Nutzt der Schausteller die Fläche über den vertraglich vereinbarten Beendigungszeitpunkt hinaus, so ist er verpflichtet, für jeden weiteren angefangenen Tag eine Entschädigung in Höhe von 1/10 der vertraglich vereinbarten Platzmiete zu zahlen. Die Geltendmachung weiterer Schäden seitens des Festausschusses der Stadt Bad Sooden-Allendorf ist dadurch nicht ausgeschlossen. Insbesondere kann der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf, sofern die Fläche für andere Zwecke benötigt wird, diese auf Kosten des Schaustellers räumen bzw. räumen lassen; für dabei entstandene Schäden übernimmt der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf keine Haftung.
Elektrische Anschlüsse und Wasseranschlüsse werden von den Stadtwerken Bad Sooden-Allendorf zu Lasten des Schaustellers erstellt.
Es ist dafür zu sorgen, dass Wasseranschlüsse ordnungsgemäß abgedichtet sind. Abwasserschläuche sind so zu verlegen, dass sie keine Unfallgefahr darstellen und keine Verunreinigungen des Festplatzes entsteht.
Die Aufstellung von Automaten und sonstigen Spielgeräten (Kraftmesser und ähnliches) an und in unmittelbarer Nähe des zugelassenen Geschäftes darf nur mit Einwilligung des Festausschusses erfolgen. Die Aufstellung ist gebührenpflichtig. Die Aufstellung von Imbisstischen etc. außerhalb des Geschäftes darf nur mit Einwilligung des Festausschusses erfolgen.
Sämtliche Geschäfte müssen vor Festbeginn betriebsfertig aufgebaut sein.
Mit dem Abbau der Geschäfte darf erst am letzten Veranstaltungstag (Mittwoch) nach 00.00 Uhr begonnen werden, wenn wegen eines Anschlussplatzes ein Nachtabbau schriftlich gestattet wurde und keine Lärmbelästigungen eintreten. Für die übrigen Geschäfte gilt bis Mittwoch 00.00 Uhr ein generelles Abbauverbot. Nach dem Abbau ist der Standplatz zu reinigen und dem städtischen Beauftragten in dem Zustand zu übergeben, wie er vorgefunden wurde. Für nicht gereinigte Standflächen ist eine Reinigungsgebühr von 0,50 €/m2, mindestens jedoch 25,00 € zu zahlen.
4. BETRIEB Die Betriebszeiten/Sperrzeiten sollen wie folgt festgesetzt werden (maßgebend ist die amtliche Festsetzung):
Betriebszeiten:
Eröffnungstag ab 14.00 Uhr
Sonntag -Dienstag: ab 14.00 Uhr
(mit der Ausnahme am Erntefest Montag zum gemeinsamen Frühstück im Zelt ab ca.10.00Uhr)
Sperrzeiten: (maßgebend ist die amtliche Festsetzung)
Schausteller die einen Ausschank betreiben werden hiermit darauf hin gewiesen, dass Der Festausschuss Vertraglich an eine Biersorte gebunden ist. Jeder Schausteller/Ausschankbetrieb ist verpflichtet ausschließlich von diesem Lieferanten zu beziehen. Der Preis je Hektoliter wird vorgegeben.
An den Geschäften ist an gut sichtbarer Stelle der Familienname mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen in deutlich lesbarer Schrift anzubringen. Preise sind leicht leserlich anzugeben.
Sämtliche Schausteller sind zur Sauberhaltung ihrer Standflächen und davor bis jeweils zur Hälfte der Fläche bis zum gegenüberliegenden Geschäft verpflichtet. Für Abfälle ist eine ausreichende Anzahl Abfallbehälter bereitzuhalten. Nach Tagesabschluss sind täglich die Abfälle vor und ggf. unter dem Geschäft zusammenzukehren und in den bereit gestellten Container zu verbringen.

In die öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen dürfen nur Abwässer eingeleitet werden, die den Bauzustand und die Funktionsfähigkeit der Anlagen nicht stören, die das Personal bei der Wartung und Unterhaltung nicht gefährden, die die Abwasserbehandlung und die Klärschlamm Verwertung nicht beeinträchtigen. Nicht eingeleitet werden dürfen u. a. Küchenabfälle (§ 10 Abs. 1,2 Abwassersatzung).
Vor Einleitung von Ölen oder Fetten in die öffentlichen Abwasserbeseitigungsanlagen sind vom Schausteller Vorrichtungen zur Ausscheidung dieser Stoffe (Abscheider oder Spaltanlagen) einzubauen, zu betreiben und ggf. zu erneuern. Die Abnahme hinsichtlich Art und Einbau dieser Vorrichtungen erfolgt durch den Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf. Zu diesem Zweck ist sich unverzüglich vor Inbetriebnahme des Imbissstandes mit dieser in Verbindung zu setzen.
Altfett ist Sondermüll und darf dem übrigen Müll nicht beigemengt werden. Es ist durch geeignete Firmen zu entsorgen. Die bei Gaststättenbetrieben anfallenden Küchen- und Speisereste sind getrennt zu erfassen und der gesonderten Verwertung (z. B. Schweinemästereien) zuzuführen. Kartonagen sowie sonstige Um- und Trans¬portverpackungen sind an die Lieferanten zurückzugeben oder selbst zu entsorgen.
Die Vorschriften über die Warenhygiene sind zu be¬achten (u. a. § 15 ff Lebensmittelhygieneverordnung).
Die Ausgangslautstärke von Lautsprecheranlagen darf die gesetzliche Vorgabe nicht über¬schreiten. Die Lautsprecher sind so einzustellen, dass weder Anwohner und Platzbesucher noch die übrigen Schaustellerunternehmen durch übermäßigen Lärm gestört werden. Gegebenenfalls wird der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf eine verbindliche Begrenzung der Lautstärke anordnen. An Verkaufsgeschäften, Schießwagen und Wurfge¬schäften dürfen keine Lautsprecheranlagen eingesetzt werden, wenn nichts anderes vereinbart wurde (siehe ggf. § 11).
Bei der Preisgestaltung ist zu beachten, dass das Erntedank- und Heimatfest ein Familienfest ist.
Ausgänge und Notausgänge dürfen durch Wagen, Fahrzeuge und ähnliches nicht eingeengt oder versperrt wer¬den. Zwischen den Geschäften muss eine Durchfahrt von mindestens 4 Metern Breite gewährleistet sein (offenes Geschäft). Die Verwendung von offenem Feuer und die Vorratshaltung von Flüssiggas sind auf ein Mindestmaß zu beschränken (Erlass des Hessischen Ministers des Innern vom 21.09.1990 sowie nachfolgende überarbeitete Regelungen).
Nach Beendigung des Betriebes ist eine Lichtquelle als Notbeleuchtung einzuschalten.
5. ERLAUBNISSE Gewerbe- und gaststättenrechtliche Erlaubnisse oder Gestattungen sind rechtzeitig (min¬destens 6 Wochen vor Beginn der Veranstaltung) bei der Stadt Bad Sooden-Allendorf zu beantragen. Dem Antrag ist die gültige Reisegewerbekarte oder Fotokopie aller beschriebenen Seiten (ggf. Zweitschrift) beizufügen. Die Reisegewerbekarte ist bei der Gewerbeausführung mitzuführen.
Inhaber von fliegenden Bauten (Karussells, Luftschaukeln, Riesenräder, Buden und Zelte) dürfen ihre baulichen Anlagen erst nach einer Bauabnahme in Betrieb nehmen. Dem Antrag auf Betriebsabnahme ist die Betriebsge¬nehmigung und ein gültiges Prüfbuch beizufügen. Auf § 74 Abs. 7 Hessische Bauordnung - HBO - wird hinge¬wiesen.
6. HAFTUNG Dem Schausteller obliegt die Verkehrssicherungspflicht im Bereich seines Standplatzes und davor bis jeweils zur Hälfte der Fläche bis zum gegenüberliegenden Geschäft. Der Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf übernimmt keine Haftung für Personen- oder Sach- und Vermögensschäden irgendwelcher Art, die den Schaustellern oder Dritten wäh¬rend des Erntedank- und Heimatfestes oder in der Auf- bzw. Abbauzeit aufgrund der Platzbenutzung oder sonst irgendwie entste¬hen. Insoweit stellen die Schausteller die Stadt/den Festausschuss der Stadt Bad Sooden-Allendorf von allen eigenen und allen Ansprüchen Dritter frei. Sämtli¬che Schausteller sind ausdrücklich verpflichtet, die zur Sicherung und zum Schutze ihres Eigentums notwendi¬gen Maßnahmen selbst zu ergreifen und etwaige Schadenersatzansprüche Dritter ohne Mitwirkung des Festausschusses der Stadt Bad Sooden-Allendorf zu regeln.
7. WERBEAKTION / FAMILIENTAG Eine Erstat¬tung des Rabattbetrags erfolgt nicht. Am letzten Veranstaltungstag (Dienstag) wird ein Familientag durchgeführt. Es sind die Fahrpreise ganztägig um rund 30 % zu reduzieren. Die Verkaufs- und Imbissgeschäfte beteiligen sich mit einem Sonderangebot (gängiger Artikel) mit mindestens 30 % Nachlass.
8. Das Aufhängen von Plakaten für Veranstaltungen Dritter ist unzulässig. Gegebenenfalls sind diese zu entfernen.
9. Die Platzordnung gilt sinngemäß auch für den Abstellplatz (Sportplatz oder andere Fläche). Ins¬besondere ist nach Beendigung des Erntedank- und Heimatfestes der Wohnwagenplatz in dem Zustand zu übergeben, wie er vorgefunden wurde.


Hinweis zur Trinkwasserversorgung auf Volksfesten
Trinkwasserversorgung auf Volksfesten, Märkten und ähnlichen Veranstaltungen
1. Grundsätzliches:
Trinkwasser ist ein wichtiges Lebensmittel.
Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel erfolgt die Trinkwasserversorgung üblicherweise über Hydranten und mobile Schlauchleitungen. Durch ungeeignete Installation bzw. Materialien oder durch unsachgemäße Betriebsweise kann es zum Eintrag und zur Vermehrung von Krankheitserregern und damit zu einer Gesundheitsgefährdung der Besucher kommen.
Trinkwasser und Wasser für Betriebe, in denen Lebensmittel gewerbsmäßig hergestellt, behandelt oder in Verkehr gebracht werden, muss an allen Entnahmestellen den mikrobiologischen und chemischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung entsprechen.
Die Wasserversorgungsunternehmen garantieren eine einwandfreie Wasserqualität bis zur Übergabestelle (Hydrant). Von dort bis zum Zapfhahn ist der Betreiber des Leitungssystems dafür verantwortlich, dass eine Beeinträchtigung des Trinkwassers ausgeschlossen wird. Bei Installation, Betrieb, Transport und Wartung sind daher die gesetzlichen und technischen Anforderungen einzuhalten.
2. Technische Anforderungen:
.Zum Anschluss an den Hydranten dürfen nur die vom örtlich zuständigen Versorgungsunternehmen zur Verfügung gestellten Stand-rohre eingesetzt werden. •Die weiterführenden Anschlussteile wie Rohre/Schläuche/Armaturen sind so zu verlegen und abzusichern, dass keine schädlichen Einwirkungen auf die Trinkwasserqualität (durch Temperaturerhöhung, stagnierendes Wasser, Rücksaugen, Rückdrücken o. a.) an der Trinkwasserentnahmestelle entstehen können. Zwischen dem öffentlichen Versorgungsnetz und der Anschlussleitung muss eine zugelassene funktionierende Absicherung (Rückflussverhinderer, Rohrtrenner oder der gleichen) eingebaut werden. Die Absicherung ist auf sichere Funktion zu überprüfen (Inspektion, Wartung). •Mehrere Anschlussleitungen von einem Entnahmepunkt aus, sind auf gleiche Weise wie vorher beschrieben abzusichern, um eine Beeinträchtigung der Trinkwasserentnahmestellen untereinander auszuschließen.
•Es sind kurze und unmittelbare Verbindungen von Standrohr bzw. Unterverteiler zum Be-nutzer herzustellen.
•Die Leitungs- und Schlauch- Querschnitte sind möglichst klein zu wählen, um lange Stillstandszeiten zu verhindern.
•Die Anschlussleitung und die angeschlossenen Anlagenteile müssen für einen Druck von mindestens 10 bar ausgelegt sein. Die verwendeten Materialien (z. B. Schläuche, Rohre, Armaturen usw.) müssen für Trinkwasser zugelassen und zertifiziert sein: Schläuche müssen gem. KTW- Empfehlung des Umweltbundesamtes und DVGW W 270 geprüft sein (DVGW W 270: Vermehrung von Mikroorganismen auf Materialien für den Trinkwasserbereich. KTW: Einfluss des Materials auf Geruch und Geschmack des Wassers, Chlorzehrung, Kohlenstoffabgabe)
•Rohre und Armaturen, müssen mit einer DIN/DVGW W 270 Registriernummer gekennzeichnet sein.
Normale Garten- oder Druckschläuche sind für den Einsatz unzulässig!
Schläuche und Anschlusskupplungen müssen unverwechselbar als Trinkwasserleitung gekennzeichnet sein, um eine Verwechslung mit der Abwasserleitung auszuschließen. Das Ablegen von Kupplungen, Armaturen und Verbindungsstücken auf dem Erdboden ist wegen der besonderen Verschmutzungsgefahr zu vermeiden (Auflagen schaffen). Bei Trinkwasserentnahme an den Verbrauchsstellen ist - bei direktem Einfließen in z. B. Spülbecken ein Mindestabstand von 2 cm zwischen Wasseraustritt und höchstmöglichem Wasserstand einzuhalten - bei fest angeschlossenen Geräten oder Apparaten eine Einzelabsicherung (Rohrbelüfter und Rückflussverhinderer) vorzunehmen. Bei Missachtung dieser Vorgabe ist ein Rücksaugen in die Anschlussleitung und die gesundheitliche Gefährdung Dritter möglich.
3. Betrieb eines mobilen Wasseranschlusses und Lagerung der Materialien:
Der Betreiber/Benutzer einer Trinkwasseranschluss- und Entnahmestelle ist für den ordnungsgemäßen Betrieb verantwortlich. Vor dem jeweiligen Gebrauch und nach einem längeren Stillstand ist die Trinkwasserleitung gründlich und kräftig (1-2 m/s Fließgeschwindigkeit) zu spülen (falls erforderlich, ist eine Desinfektion mit zugelassenen und geeigneten Mitteln durchzuführen). Schläuche, Anschlusskupplungen, Rohrleitungen, Armaturen usw. sind peinlichst sauber zu halten und dürfen nur zur Trinkwasserversorgung genutzt werden. Die Leitungen sind täglich zu kontrollieren. Trinkwasser sollte in Behältern nur so kurz wie möglich gelagert werden.
Behälter und Leitungen sind vor direkter Sonneneinstrahlung und vor Verschmutzung und Zerstörung zu schützen. Die Behälter und Zuleitungen sind ausschließlich für Trinkwasserzwecke zu verwenden. Nach der Demontage der Trinkwasserleitung sind die Einzelteile ordnungsgemäß zu spülen, eventuell zu desinfizieren, vollständig zu entleeren, nach vollständiger Trocknung (der Innenwandung!) mit Blindkupplungen oder Stopfen zu verschließen und hygienisch einwandfrei zu lagern, um Beeinträchtigungen im Hinblick auf den späteren Gebrauch auszuschließen.